In den Grenzgebieten zwischen Deutschland und Frankreich gibt es viele kulturelle Gemeinsamkeiten. Zum einen ist wird in der Elsässischen Küche deutlich, die viele deutsche Elemente enthält. Ein weiterer Punkt sind die Sprachen und die bilinguale Erziehung in den Regionen wie dem Saarland, einem Teil Baden-Württembergs.

Einige Initiativen befassen sich mit einer schon frühen bilingualen Erziehung in Schulen, das geht auch über die Grenzgebiete hinaus und es gibt beispielsweise auch in Berlin und Hamburg zweisprachige Gymnasien und Grundschulen.

Viele Vereine und Institutionen wurden im Laufe der Zeit geschaffen, um die bilinguale Erziehung in beiden Ländern zu unterstützen

Deutsch-Französisches Jugendwerk

Mit dem Elysée-Vertrag wurde auch das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet. Seit 1963 fördert es Austausch-Programme und Treffen im Jugendbereich. Bis heute hat es ca. acht Millionen Jugendliche zum Austausch verholfen und hat viele Programme, die die sprachliche Erziehung unterstützen sollen.

Des Weiteren sind das Goethe-Institut in Frankreich und seine französische Entsprechung in Deutschland Institutionen, die die Sprache, ihr Erlernen und die Erziehung im Nachbarland unterstützen.

Es wurde zudem der Deutsch-Französische Tag ins Leben gerufen, er findet am 22. Januar an Schulen beider Länder statt.

Gymnasien und bilinguale Schulen

Gerade an den Grenzgebieten gibt es viele zweisprachige Schulen. Dazu gehört zum Beispiel das deutsch-französische Gymnasium in Buc, Frankreich oder in Freiburg und Saarbrücken im Saarland. Frankreich hat in Deutschland ein Schulnetzwerk mit ca. 15 Einrichtungen der Agentur für den Französischunterricht im Ausland. Dazu gehören neben den Gymnasien in Saarbrücken und Freiburg: das Französische Gymnasium in Berlin, die Französische Schule in Bonn, das Französische Gymnasium in Düsseldorf, die Französischen Schulen in Freiburg und Heidelberg, das Französische Gymnasium in Frankfurt a.M, Hamburg und München sowie die Französische Grundschule und der Französische Kindergarten in Stuttgart.

Außerdem existiert seit 1997 die Deutsch-Französische Hochschule, die bei dem Französisch-Deutschen Gipfel in Weimar gegründet wurde. Sie setzt sich aus einen Netzwerk von deutschen und französischen Einrichtungen zusammen und bietet integrierte Studiengänge mit binationalen Abschlüssen vom Grundstudium bis hin zur Promotion. Die Hochschule organisiert zudem das Deutsch-Französische Forum, das den Studierenden hilft, deutsche und französische Unternehmen und Einrichtungen kennenzulernen und deren Mitglieder zu treffen.

Bilinguale Erziehung im Elsass

Im Elsass der Region in Frankreich, die an Deutschland angrenzt und im Laufe der Zeit viel zwischen den beiden Nationen gewechselt hat, hat sich die Zweisprachigkeit oft mühsam durchgesetzt. In manchen Zeiten war es dort verpönt entweder Deutsch oder Französisch zu sprechen. Auch eine zweisprachige Schulische Ausbildung war lange Zeit nicht denkbar. In der neueren Geschichte gilt Französisch weiterhin als Amtssprache und Deutsch wurde in den Schulen zunehmend als Fremdsprache unterrichtet. Seit Beginn der 1990er Jahre steigen jedoch zweisprachige Betreibungen an. Es gibt nun eine Vielzahl an bilingualen Schulen und Kindergärten und die Zahl der Schüler, die diese besuchen, wächst stetig. Die Hauptzahl der Kinder lernt Deutsch schon in der Grundschule als Fremdsprache, auch in den weiterführenden Schulen führen Viele das Erlernen der Sprache fort. Ein Viertel aller binationalen Abschlüsse, dem AbiBac, wird im Elsass gemacht.